Jonglieren stärkt Gehirn, Körper und Wohlbefinden: Gelebte Tertiärprävention dank positiver Lernatmosphäre

Dass Marco Bode ein begnadeter Fußballer ist, dürfte hinlänglich bekannt sein; dass er ebenfalls bundesligareife Qualitäten im Jonglieren besitzt, wohl weniger. In diesen Genuss durften die Mitglieder der Selbsthilfegruppe „HerzWelten“ (STIFTUNG BREMER HERZEN) im Rahmen ihres monatlichen Treffens kommen.

Tertiärprävention durch beidhändiges Jonglieren? Warum könnte dies ein abendfüllendes Programm sein? Warum sollte es dem Herzen guttun und wieso findet dies im Rahmen eines Treffens der Selbsthilfegruppe statt? Viele Fragen, die den nahezu 50 Anwesenden ins Gesicht geschrieben standen.

Jonglieren

Um diese Fragen zu beantworten und später mit Leben zu füllen, erhielten die „HerzWeltler:innen“ zunächst theoretischen Input durch Doris von Wulfen, gelernte Ergotherapeutin. Sie machte deutlich, dass Jonglieren die Auge-Hand-Koordination schult, das Gleichgewicht sowie das Reaktionsvermögen trainiert und beide Gehirnhälften durch das Überkreuzen der Körpermitte fordert und fördert. Letztendlich ist es möglich, durch das Jonglieren die Sturzgefahr zu reduzieren und das Abstützverhalten bis ins hohe Alter zu verbessern.

Soweit, so gut – doch dieser grauen Theorie musste praktisches Handeln folgen. Marco Bode stellte seine angekündigten Fähigkeiten unter Beweis: Beidhändig, mal mit drei, mal mit vier Bällen, zeigte er nicht nur sein erstaunliches Geschick, sondern leitete die Teilnehmer:innen mit methodischem Gespür und Ausdauer bei den ersten Schritten an.

Aussagen wie „Das lerne ich nie!“ entkräftete Herr Bode geduldig mit viel Zuspruch und Mut zum Durchhalten. 90 Minuten verbrachten die Interessierten mit Werfen und Aufheben, Aufheben und Werfen, bis plötzlich zwei Bälle problemlos in der Luft gehalten wurden. Marco Bode und Doris von Wulfen betonten:

„Wer täglich etwa 15 Minuten übt, wird nach wenigen Tagen erste Erfolge wahrnehmen. Durch regelmäßiges Training steigern Sie Ihr Selbstvertrauen – auch wenn zunächst die Frustrationstoleranz gefordert ist.“

Der Abend war von Leichtigkeit, Lachen und einer positiven Lernatmosphäre geprägt. Er machte Mut, dranzubleiben, und zeigte auf, welche ganzheitlichen Vorteile Jonglieren für Körper und Geist bietet. Dank der Unterstützung durch die hkk erhielten alle Beteiligten ein eigenes Jonglier-Set, um ihre Herzgesundheit durch aktives Training künftig weiter zu fördern.