UNSER HERZ

Die Herzkatheteruntersuchung

Was ist eine Herzkatheteruntersuchung?

Mit Hilfe der Herzkatheteruntersuchung, der sogenannten Koronarangiografie, ist es möglich, die Herzkranzgefäße zu beurteilen und Verengungen oder Verschlüsse zu erkennen und gegebenenfalls zu therapieren. Dies erfolgt durch Verwendung von Kontrastmittel und gleichzeitiger Röntgenaufnahmen.

Hierfür wird über eine kleine Einstichstelle am Handgelenk oder in der Leiste ein dünner Kunststoffschlauch durch die Gefäße zum Herzen vorgeführt.

Die Untersuchung erfolgt in örtlicher Betäubung und wird oftmals von den Patienten und den Patientinnen kaum wahrgenommen. Je nach Komplexität des Befundes dauert der Eingriff zwischen 10 Minuten und zwei Stunden. Nach der Untersuchung wird die Punktionsstelle mit einem Druckverband versorgt, der nach wenigen Stunden entfernt werden kann.

Wann sollte eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden?

Eine Herzkatheteruntersuchung sollte dann durchgeführt werden, wenn der Verdacht auf eine Verengung der Herzkranzgefäße vorliegt. So ist diese Untersuchung bei einem akuten Herzinfarkt oder bei einer Vorstufe eines Herzinfarktes („instabile Angina pectoris“) zeitnah durchzuführen, um das erkrankte Gefäß zügig mit Hilfe eines Ballons aufzuweiten und anschließend mit einem Stent zu versorgen.

Andere Indikationen für eine Herzkatheteruntersuchung sind operationswürdige Herzklappenfehler, um Entscheidungen für die weiteren Behandlungsalternativen treffen zu können.

Wie werden Engstellen der Herzkranzgefäße behandelt?

Die Herzkatheteruntersuchung ermöglicht nicht nur die Diagnose von Engstellen der Herzkranzgefäße („koronare Herzerkrankung /KHK“) sondern bietet auch die Möglichkeit einer sofortigen Behandlung der Engstellen. In den meisten Fällen kann mit Hilfe eines Ballons das Herzkranzgefäß geweitet werden („Ballondilatation“) und anschließend mit einer Gefäßstütze („Stent“), welche mit Hilfe eines Trägerballons an die Gefäßwand gepresst wird, stabilisiert werden.

In aller Regel setzen die implantierten Stents bestimmte Medikamente frei, um die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern. Trotz allem ist für eine gewisse Dauer die Einnahme von mehreren Blutverdünnern notwendig, um einen akuten Verschluss des Stents durch ein Gerinnsel zu verhindern.

Darstellung der Herzkranzgefäße mit dem Herzkatheter. Zusätzlich kann bei der Herzkatheteruntersuchung bereits eine Therapie einer Engstelle („Stenose“) mit einem Ballon und der Implantation einer Gefäßstütze („Stent“) erfolgen.

Gibt es Alternativen zur Herzkatheteruntersuchung?

Durch moderne bildgebende Verfahren wie Ultraschall, MRT oder CT ist es oft möglich, eine Diagnose auch ohne eine Herzkatheteruntersuchung zu stellen. Trotz allem ist die Herzkatheteruntersuchung hinsichtlich vieler Fragestellungen alternativlos. So kann zwar der Verdacht auf Verengungen der Herzkranzgefäße in anderen bildgebenden Verfahren ausgesprochen werden, letztlich kann dieser Verdacht aber nur durch eine Herzkatheteruntersuchung bestätigt und gegebenenfalls sofort durch eine Aufweitung des Gefäßes und Implantation einer Gewebestütze aus Metall („Stent“) therapiert werden.

Kontaktaufnahme

Die Ansprechpartner:innen für Untersuchungen und Behandlungen der verschiedenen Herzerkrankungen am Klinikum Links der Weser, Klinikverbund Bremen, Gesundheit Nord gGmbH finden Sie auf der folgenden Homepage: 

Hier finden Sie auch die Kontaktdaten der entsprechenden Sekretariate zur Anmeldung.