Studien

IPP-HF Studie

IPP-HF steht für „Intensives Präventionsprogramm nach kardialer Dekompensation (englisch ‚heart failure‘)“. Das heißt, es geht hierbei um die Langzeitbetreuung von Patientinnen und Patienten, die wegen einer Herzschwäche im Krankenhaus aufgenommen werden mussten.

 

 

Zum Hintergrund:

Studien haben gezeigt, dass die Leitlinienempfehlungen zur Behandlung der Herzschwäche bei vielen PatientInnen nicht vollumfänglich umgesetzt werden (zum Beispiel die langfristige medikamentöse Einstellung, die Teilnahme an Trainingsprogrammen, etc.). In den letzten Jahren wurden diesbezüglich in Deutschland Modelle entwickelt, die eine bessere und umfassende Patientenbetreuung ermöglichen sollen, in denen nicht-ärztliches spezialisiertes Personal (sogenannte Heart-Failure-Nurses) die Patientenschulung und Koordination übernimmt und in denen online-basierte Verfahren mehr in den Vordergrund rücken.

 

Bisher sind viele PatientInnen unzureichend über ihre Erkrankung, Therapiemöglichkeiten und Warnzeichen einer Verschlechterung ihrer Erkrankung (‚Dekompensation‘) aufgeklärt, was über Schulungsmaßnahmen verbessert werden soll. Hierzu bieten sich online-Schulungen gut an. Auch die eigenverantwortliche Überwachung von Körpergewicht, Puls und Blutdruck, die bei dieser Erkrankung wichtig sind, sind online (über Smartphones/Apps u.a.) gut möglich, bisher aber nicht umfassend etabliert. Die Studie IPP-HF zielt darauf ab, die medizinische Standardbehandlung in Deutschland mit der zusätzlichen Online-Schulung und Betreuung über Heart-Failure-Nurses zu vergleichen, also zum Beispiel Unterschiede in der Häufigkeit von erneuten Aufnahmen ins Krankenhaus wegen einer Verschlechterung der Herzschwäche und Unterschiede in der Lebensqualität.

 

Mit der Rekrutierung von Patientinnen und Patienten wurde im September 2025 begonnen. Nach ca. 18 Monaten werden wir genügend PatientInnen eingeschlossen haben, um wissenschaftlich belastbare Daten erhalten zu können. Die Dauer des Präventionsprogramms ist für 12 Monate vorgesehen, sodass mit den endgültigen Ergebnissen etwa im April 2028 gerechnet werden kann. Dann wird die Publikation der Ergebnisse erfolgen, auf die schon mit großer Spannung gewartet wird.

 

 

Wir bedanken uns bei den Studienteilnehmenden, die dieses wichtige Projekt unterstützen ebenso wie bei der Nationalen Herzallianz, die für dieses Projekt die Schirmherrschaft übernommen hat.

 

Ansprechpersonen für Rückfragen sind:

Dr. med. Stephan Rühle | 0421 879 4684